RTL Preis 2008


Zum vierten Mal vergab der Kölner Fernsehsender RTL Television GmbH drei Förderpreise für herausragende Abschluss-Arbeiten in der Medieninformatik am Campus Gummersbach der FH Köln. Der Bereichsleiter „Broadcasting", Bernd Höller, übergab die Schecks im Gesamtwert von 1500 Euro zusammen mit Dirk Saremba von der RTL-Tochterfirma „Cologne Broadcasting Center" (CBC). RTL arbeitet schon seit mehreren Jahren mit dem Studienbereich Medieninformatik des Campus Gummersbach der FH Köln zusammen, meist über Praxissemester und Abschluss-Arbeiten von Studierenden. Aus dieser für beide Seiten fruchtbaren Zusammenarbeit entstand die Idee, herausragende Examens-Arbeiten mit Förderpreisen zu prämieren. Inhalt des Studiums Medieninformatik sind vor allem Informatik-Anwendungen für Medien-Unternehmen und damit gehören Fernsehsender zu den bevorzugten Abnehmern von Absolventinnen und Absolventen.

 
 

Preisträger 2008
1. Alexander Stroick
2. Jens-Peter Gehle
3. Wilhelm Hörz

RTL Preis 2008 Universalthema
 


Den ersten Preis (750 Euro) erhielt in diesem Jahr Alexander Stroick für seine Bachelorarbeit mit dem Thema "Optimierung des Metadaten-Managements eines Fernsehsenders zur verbesserten Archiv-Recherche". Ziel der Arbeit war es, die Recherche von Bildmaterial in den verschiedenen Archiven der RTL-Gruppe zu optimieren. Herr Stroick realisierte erstmals einen Bildvergleich der Vorschaubilder und entwickelte ein Konzept, wie man die bisher eingesetzte lizenzpflichtige Software durch eine kostenfreie Eigenentwicklung ersetzen könnte. Betreuer Wolfgang Konen lobte in seiner Bewertung „das hervorragende Engagement und die große Eigenständigkeit", mit der Herr Stroick die anspruchsvolle Aufgabe des Metadaten-Managements bewältigt hat. Die Arbeit wurde innerhalb der RTL-Technik erstellt, Betreuer waren Prof. Dr. Wolfgang Konen (FH) und Dirk Saremba (CBC, Systems & Technology).

Der zweite Preis in Höhe von 500 Euro wurde Jens-Peter Gehle aus Köln verliehen. Seine Masterarbeit mit dem Titel "Optimierung der Information-Retrieval eines Internet-Karrieredienstes auf der Basis einer Ontologie" beschäftigte sich mit den Möglichkeiten der computergestützten Auswahl von Bewerbern für ausgeschriebene Arbeitsstellen durch den Internet-Karrieredienst Placement24. In einer Ontologie sind Begriffe in ihren Beziehungen zueinander verzeichnet, sie diente in diesem Fall einem Computerprogramm zum Vergleich zwischen den Profilen der Bewerber und dem Profil, das die suchende Firma ausge-schrieben hat. Herr Gehle kommt nach Prüfung der Möglichkeiten zu dem Ergebnis, dass Ontologie-Programme derzeit noch nicht umfassend für den Vergleich zwischen Stellen und Bewerbern geeignet sind, Begriffsnetze aber grundsätzlich in diesem Bereich erhebliche Vorteile bieten. Betreuer Prof. Dr. Kristian Fischer hob in seiner Bewertung hervor, dass die Arbeit des Absolventen nicht nur „sehr gut gelungen ist", sondern dass Herr Gehle auch in der Lage war, die nötige kritische Distanz zur eigenen Arbeit zu gewinnen.

Der dritte Preis in Höhe von 250 Euro wurde an Wilhelm Hörz aus Düsseldorf verliehen. Seine Masterarbeit mit dem Titel " "Entwicklung und Validierung eines generischen Vorgehensmodells für kleine und mittlere Multimedia-Projekte" entstand für eine Kölner Medien-Agentur. Das Programm zur Projektdurchführung kann Zeit- und Kostenüberschreitungen oder andere Projektpannen vermeiden, es sollte gerade bei kleineren Firmen modular und flexibel sein. Das von Herrn Hörz geschaffene Modell basiert auf einer IBM-Standardsoftware und wurde an die Bedürfnisse der Firma angepasst. Betreuer Prof. Dr. Mario Winter hob in seiner Bewertung hervor, dass Hörz eine „gelungenen Kombination aus praxisrelevanter Aufgabenstellung und fundierter Bearbeitung" geschaffen hat, das Vorgehensmodell bewährt sich bereits in der Praxis.

 
 
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